Jazzy, warm, deep, organisch, komplex, sophisticated, dope, entschleunigend, einfach wunderschön: Fragt man Menschen, die sich mit guter Musik auskennen, nach Relaén, sprudeln die wohlmeinenden Adjektive nur so. Kein Wunder, denn das, was die Band um Frontfrau Olivia Wendlandt im Spannungsfeld zwischen Jazz, Soul und HipHop veranstaltet, ist wirklich all das – und damit eine Ausnahmeerscheinung in der deutschen Musiklandschaft: Der gelungene Versuch, eine eigene musikalische Welt zu erschaffen, die schöner ist als die da draußen.
Relaén, das klingt zunächst artsy und frankophon, aber man sollte sich von diesem Kunstwort nicht in die Irre führen lassen – und auf seine Intuition hören, sobald man das Plattencover mit dem buntohrigen Reh vor sich hat. Genau, „Rehlein“ spricht man den Bandnamen aus, und das hat auch einen guten Grund: Als kleines Kind wurde Olivia genauso genannt. Und kritzelte diesen Namen irgendwann ganz unbedarft so auf die elterliche Tapete, wie er in ihrem Köpfchen nun mal aussah: „RELAEN“. 2013, 18 Jahre nach dieser ersten „Graffiti“-Erfahrung, beschloss Olivia, geprägt von Jazz, Soul, Funk, HipHop, Ambient, Psychedelic und allerlei anderer guter Musik, eine Band zu gründen; suchte sich mit Marco Zügner (Saxophon, Synthesizer), Leon Mache (Bass) und Leon Raum (Schlagzeug) Mitstreiter – und besann sich auf ihren früheren Spitznamen als Symbol für das Kindsein.
Eintritt: 8,- EUR/6,- EUR (erm.)
Kartenvorverkauf im Sputnik.